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Ein Perpetuum Mobile im Ukrainekrieg – oder wie Friedrich Merz das Unmögliche zum Regierungsprogramm für Deutschland erklärt

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Ein Perpetuum Mobile im Ukrainekrieg – oder wie Friedrich Merz das Unmögliche zum Regierungsprogramm für Deutschland erklärt

Sarkasmus & Satire
Veröffentlicht von Peter Martin in Politik · Mittwoch 10 Sep 2025 · Lesezeit 5 Minuten
Tags: PerpetuumMobileUkrainekriegFriedrichMerzRegierungsprogrammKanzlerDauerprojektIllusionRealitätGesetzePolitik
Kanzler Merz verkauft den Ukrainekrieg als Dauerprojekt, das sich selbst trägt – doch wie jedes Perpetuum Mobile droht auch diese Illusion an den Gesetzen der Realität zu zerbrechen

Kommentar von Peter Martin

Es gibt in der Physik eine seit Jahrhunderten anerkannte Wahrheit: Ein Perpetuum Mobile – also eine Maschine, die ohne Energiezufuhr endlos läuft und dabei auch noch Arbeit verrichtet – ist unmöglich. Die Gesetze der Thermodynamik sind unbestechlich, sie kennen keine Parteizugehörigkeit, keine Ideologie, keine Mehrheitsbeschlüsse. Doch in der Politik, so scheint es, gelten andere Regeln. Dort darf man Illusionen, die in der Naturwissenschaft längst widerlegt sind, als pragmatische Staatskunst verkaufen. Und kein anderer steht dafür sinnbildlich wie der amtierende Bundeskanzler Friedrich Merz, der den Ukrainekrieg wie ein Perpetuum Mobile behandelt: ein Konflikt, der ohne Ende, ohne klare Zieldefinition, aber mit stetiger Energie- und Geldzufuhr aus dem Westen einfach weiterlaufen soll – und sich dabei angeblich selbst rechtfertigt.

Merz, der aus der Schule der Finanz- und Konzernwelt kommt, denkt in Kreisläufen des Kapitals: Geld rein, Rendite raus. Doch der Krieg in der Ukraine lässt sich nicht wie ein Investmentfonds managen. Während er den Deutschen erklärt, dass „wir unsere Freiheit in der Ukraine verteidigen“ und dass „es keine Alternative gibt“, übersieht er, dass er selbst längst an die Stelle des Ingenieurs getreten ist, der versucht, das ewige Rad zu bauen – und daran scheitern muss. Denn jeder Krieg braucht Ressourcen, politische Legitimation und gesellschaftliche Akzeptanz. All das ist endlich. Doch Merz redet so, als könnten die westlichen Demokratien unerschöpflich Waffen liefern, Kredite aufbringen und die öffentliche Meinung auf Linie halten.

Das Perpetuum Mobile als politische Metapher zeigt die ganze Absurdität dieser Strategie: Man kann nicht auf Dauer Energie in Form von Steuergeldern, Waffen und politischem Kapital in einen Krieg pumpen, ohne dass die eigene Gesellschaft darunter leidet. Und genau das geschieht: Inflation, Haushaltslöcher, eine marode Infrastruktur und eine Bevölkerung, die immer skeptischer wird. Aber Merz erklärt uns: „Wir müssen durchhalten.“ Er spricht, als ob die Thermodynamik der Realpolitik nicht existiere.

Dabei wird sichtbar, was eigentlich dahintersteht: Es geht nicht um einen absehbaren Sieg der Ukraine, der mittlerweile auch von Militärstrategen immer skeptischer beurteilt wird. Es geht darum, ein System am Laufen zu halten, das sich selbst als alternativlos darstellt – wie ein sich ewig drehendes Rad, das in Wahrheit nur läuft, solange man ständig neue Energie hineinpumpt. Man könnte auch sagen: Das „Perpetuum Mobile Merz“ ist ein Placebo für die westliche Öffentlichkeit. Es erzeugt den Anschein von Bewegung, Fortschritt und Standhaftigkeit, während es in Wirklichkeit Stillstand, Verschleiß und Erschöpfung produziert.

Russland testet die Grenzen des Westens, die Ukraine ringt ums Überleben, und der Westen – angeführt von Politikern wie Merz – spielt das große Spiel, ohne eine Exit-Strategie zu haben. Hier zeigt sich das eigentliche Paradoxon: Ein Perpetuum Mobile funktioniert nicht, weil es gegen Naturgesetze verstößt. Der Versuch, einen Krieg auf diese Weise am Laufen zu halten, verstößt gegen politische Vernunft. Jeder Krieg braucht ein Ende – ob durch Verhandlung, Sieg oder Niederlage. Doch Merz scheint in seiner Rhetorik so gefangen, dass er glaubt, ein Krieg könne zum Dauerzustand werden, ohne dass es das Land zerreißt.

Und so wie die Erfinder von Perpetua Mobila über Jahrhunderte von Investoren Geld bekamen, weil die Illusion vom ewigen Antrieb zu schön war, lassen sich heute Gesellschaften von Politikern einreden, dass man nur „noch ein bisschen mehr“ investieren müsse – in Panzer, Drohnen, Milliardenpakete – und schon werde sich die Maschine des Friedens und der Freiheit von selbst antreiben. Aber das Ergebnis ist immer das gleiche: Am Ende stehen Ernüchterung, verschwendete Ressourcen und das Eingeständnis, dass man Naturgesetze nicht austricksen kann.

Der Bundeskanzler Merz hat in seiner Karriere oft den Satz bemüht: „Wir dürfen uns nicht kleinreden lassen.“ Das mag für Wirtschaftsforen und Parteitage taugen. Doch in der internationalen Realität gilt: Größe bemisst sich nicht an großen Worten, sondern an der Fähigkeit, Lösungen zu finden, bevor das eigene System kollabiert. Ein Krieg ohne Ziel ist wie eine Maschine ohne Schmierung – irgendwann läuft sie heiß, frisst sich selbst auf und zerfällt in ihre Einzelteile.

Es wird Zeit, dass wir die Metapher des Perpetuum Mobile nicht länger als Fortschrittsidee, sondern als Warnung verstehen. Der Ukrainekrieg darf kein Dauerexperiment sein, bei dem Merz und seine Mitstreiter am Steuer stehen und die Bürger die Kosten tragen. Jeder Euro, der in diesen endlosen Kreislauf geht, fehlt für Schulen, Krankenhäuser, Renten oder die Energiewende. Und je länger man das Spiel betreibt, desto größer wird die Fallhöhe, wenn das System unweigerlich zum Stillstand kommt.

Vielleicht ist es an der Zeit, den Kanzler an die einfachste Lektion der Physik zu erinnern: Nichts läuft ewig ohne Energiezufuhr. Und auch die Geduld der Gesellschaft ist endlich. Ein Perpetuum Mobile ist eine Illusion – in der Physik wie in der Politik. Und der Mann, der es uns als Strategie verkaufen will, wird irgendwann erklären müssen, warum er auf ein Gesetz der Unmöglichkeit gesetzt hat.

Summa summarum: Die Russen halten es einfach ohne Krieg nicht aus, würden die Westler sagen!



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