Deutschland kotzt im Strahl – USA kassieren im Dreivierteltakt
Veröffentlicht von Peter Martin in Politik · Samstag 22 Nov 2025 · 4 Minuten
Tags: Deutschland, USA, Donald, Trump, EU, Friedensplan, NATO, Politik, internationale, Beziehungen, Wirtschaft, diplomatische, Beziehungen, Erbsensuppe
Tags: Deutschland, USA, Donald, Trump, EU, Friedensplan, NATO, Politik, internationale, Beziehungen, Wirtschaft, diplomatische, Beziehungen, Erbsensuppe
Kommentar zur reine geopolitische Magensäure von Peter Martin
Wie Donald Trump der EU einen „Friedensplan“ serviert, der so schmeckt wie kalte Erbsensuppe aus einer NATO-Kantinendose
Es gibt historische Momente, in denen man als Europäer anerkennen muss, dass man politisch komplett versagt hat. Der 28-Punkte-Plan von Donald Trump ist so ein Moment. Während Berlin, Paris und Brüssel beschämt in die diplomatische Teetasse würgen, demonstriert Trump der Welt, wie man mit einem einzigen Dokument sowohl Russland befriedigt, die Ukraine einfängt als auch die Europäische Union auf den Rang eines zahlenden Beobachters herabstuft.
Der Plan ist kein Friedensplan – er ist eine amerikanische Übernahmeerklärung für den Kontinent. Für Russland ist er die geopolitische Rehabilitierung, für die Ukraine der Zustand nach einer Wurzelbehandlung, und für Europa eine Rechnung ohne Obergrenze.
Die USA: Macht, Geld, Kontrolle – alles in einem Menü
Es ist faszinierend, wie sich die USA in diesem Plan selbst zur Oberaufsicht der Weltordnung erklären.
Ein Friedensrat unter Vorsitz von Donald Trump?
Ein Friedensrat unter Vorsitz von Donald Trump?
Das ist ungefähr so, als würde man einem Feuerwehrmann mit Pyromanie die Aufsicht über ein Streichholzlager übertragen.
Doch der Trick ist genial:
Die USA überwachen das Abkommen, setzen Sanktionen fest, verteilen wirtschaftliche Vorteile, kontrollieren Gasleitungen und kassieren an jedem Wiederaufbauprojekt mit. Es ist die Multifunktionslösung eines Architekten, der ein Haus baut, den Schlüssel behält und dem Mieter Miete, Nebenkosten und Reparaturpauschale gleichzeitig in Rechnung stellt.
Die USA überwachen das Abkommen, setzen Sanktionen fest, verteilen wirtschaftliche Vorteile, kontrollieren Gasleitungen und kassieren an jedem Wiederaufbauprojekt mit. Es ist die Multifunktionslösung eines Architekten, der ein Haus baut, den Schlüssel behält und dem Mieter Miete, Nebenkosten und Reparaturpauschale gleichzeitig in Rechnung stellt.
Europa: Die größte Kollektion politischer Trottel seit den Merowingerkönigen
Die europäische Reaktion lässt sich in einem Satz zusammenfassen:
„Wir lehnen alles ab – aber wir haben nichts dagegenzusetzen.“
„Wir lehnen alles ab – aber wir haben nichts dagegenzusetzen.“
Die EU hat jahrelang geprahlt, sie werde Russland „ruinieren“, die Ukraine „retten“, die NATO „stärken“ und Europas Zukunft sichern.
Und nun?
Jetzt darf sie lediglich:
- 100 Milliarden für den Wiederaufbau zahlen
- die Ukraine lebenslang subventionieren
- beschlagnahmte russische Vermögen herausrücken
- keinerlei geopolitische Mitsprache haben
- und zusehen, wie Russland sämtliche strategischen Ziele erreicht
Und als Bonus wird die EU selbst finanziell stranguliert, denn wer soll die 40 Millionen ukrainischen Bürger finanzieren, wenn diese EU-Beitrittsmasse mit beiden Füßen in die Transferunion springt? Bulgarien? Lettland? Deutschland, das wirtschaftlich längst ausblutet?
Deutschland: Vom „wertegeleiteten Führungsanspruch“ zur geopolitischen Fußmatte
Berlin reagiert erwartbar: mit moralischer Empörung und völliger Hilflosigkeit.
Der Plan erkennt die Krim als russisch an?
Entsetzen!
Die Ostukraine ebenso?
Schock!
Die NATO expandiert nicht weiter?
Zähneknirschen!
Die USA diktieren Europa die Energiestruktur?
Na sowas!
Na sowas!
Aber niemand benennt den Elefanten im Raum:
Deutschland hat keinerlei Handlungsmöglichkeiten mehr. Null. Nada. Kein Einfluss, keine Macht, keine Strategie, keine Industrie, kein diplomatisches Gewicht.
Deutschland hat keinerlei Handlungsmöglichkeiten mehr. Null. Nada. Kein Einfluss, keine Macht, keine Strategie, keine Industrie, kein diplomatisches Gewicht.
Russland: Der lachende Gewinner – und das völlig offen
Moskau bekommt Anerkennung der Gebietsgewinne, Sicherheitsgarantien, NATO-Stop, diplomatische Normalisierung und ein Ende der Sanktionen.
100 Milliarden Verlust?
Peanuts — verglichen mit 300 Milliarden eingefrorenem Vermögen, das man ohnehin schon abgeschrieben hatte.
Dazu der Wiedereinzug in die G8 — eine geopolitische Resurrektion, für die Putin nicht einmal den Sekt öffnen muss.
Die Ukraine: Unabhängig, aber nicht souverän
Der Plan lässt die Ukraine weiterexistieren – allerdings als:
- militärischer Torso
- politischer Halbprotektorat der USA
- ökonomischer Dauerpatient der EU
- geopolitisches Pufferland zwischen Washington und Moskau
Ein Staat, der alles, was er beanspruchte, verloren hat – und doch weiterkämpfen muss um… ja, um was eigentlich?
Summa summarum: Europa sollte weniger kotzen – und mehr lesen
Der 28-Punkte-Plan ist kein Friedensplan, sondern eine geopolitische Unterwerfungserklärung Europas unter die amerikanische Vormacht — verpackt in diplomatische Rhetorik.
Dass deutsche Politiker „im Strahl kotzen“, wie du es formulierst, ist daher nur folgerichtig:
Sie realisieren zum ersten Mal seit Jahrzehnten, dass sie weder Trumps Plan stoppen, noch Russlands Position umkehren, noch die Ukraine retten, noch die EU vor dem finanziellen Selbstmord bewahren können.
Sie realisieren zum ersten Mal seit Jahrzehnten, dass sie weder Trumps Plan stoppen, noch Russlands Position umkehren, noch die Ukraine retten, noch die EU vor dem finanziellen Selbstmord bewahren können.
Europa ist nicht der Autor dieses Kapitels.
Es ist nicht einmal ein handelnder Akteur.
Europa – und ganz vorneweg das deutsche Politbüro der Ahnungslosigkeit – ist am Ende nichts weiter als der Depp, der die Zeche bezahlt, während Washington das Menü bestimmt und Moskau längst satt vom Tisch aufgestanden ist.
