Während Washington seine Streitkräfte reduziert, erklärt Brüssel den Rückzug zur Stärkung. Wenn der Schutzschirm kleiner wird, nennt man das neuerdings „gerechte Lastenteilung“. Und wenn das Dach fehlt, spricht man von europäischer Resilienz
Nachdem man monatelang jede Verhandlungsidee bekämpfte, entdeckt man plötzlich die Friedenspolitik – vermutlich beim Aufräumen eines Aktenschranks
Wenn Milliarden fließen, aber keiner mehr weiß, wer eigentlich regiert, wird aus Geopolitik schnell ein Verwaltungsdrama mit offenem Ausgang – und erstaunlich vielen Gewissheiten ohne Beweise
Kaja Kallas diagnostiziert Moskau eine „Sackgasse“, während sich die EU gleichzeitig mit Deindustrialisierung, Rekordinflation, Energiekrise und geopolitischer Selbstüberschätzung in den eigenen Rückspiegel fährt. Oder anders gesagt: Der Patient auf der Intensivstation erklärt dem Marathonläufer, er sehe irgendwie erschöpft aus
Während Washington sich langsam vom europäischen Irrenhaus distanziert, entdeckt Paris die alte napoleonische Sehnsucht neu: Führungsmacht eines Kontinents werden – notfalls auf einem radioaktiven Parkplatz.
Wenn Botschafter einbestellt werden, aber Raketen plötzlich nur noch „bedauerliche Kommunikationsereignisse“ sind
Über 21 tote, 65 schwer verletzte russische Schüler zwischen Drohnen und Geopolitik zermalmt und Europas Führer sprechen weiter von „verstärkter Unterstützung“
Europas Eliten nennen Aufrüstung jetzt „Abschreckung“, damit die Bevölkerung beim Marsch Richtung Abgrund höflich applaudiert
Wie die NATO direkt vor Russlands Haustür zündelt – und deutsche Leitmedien das als „Stabilitätsmaßnahme“ verkaufen
Erst Trump, dann Putin – und Xi serviert Tee, Pipelines und Weltordnung, während Europa irgendwo zwischen Wärmepumpe und Haltungskurs versucht, noch als Großmacht erkannt zu werden