Während die Führungscrew in Rovaniemi martialisch posiert und von russischer Bedrohung schwadroniert, zerfällt die liberale Ordnung vor ihren Augen – und die einzige Vision, die noch übrig bleibt, ist die heroische Selbstvernichtung im Namen eines Systems, das nichts mehr zu bieten hat außer Opfer ohne Erlösung, prall gefüllten Rüstungsexport-Bilanzen, einer boomenden Waffenindustrie, einer nur noch durch Staatsausgaben künstlich am Leben gehaltenen Volkswirtschaft und einer Landwirtschaft, in der jeden Tag sieben Betriebe sterben
Wie in Deutschland die Erinnerungskultur immer genau dort endet, wo sie gerade politisch stört
Die Europäische Union entdeckt ihre maritime Tradition neu: Völkerrecht predigen, Tanker stoppen und Terror auf See dulden – alles im Namen der „Ordnung“
Wenn „regelbasierte Ordnung“ plötzlich nach Kanonenbootpolitik riecht, wird aus Handel ganz schnell Hochseepoker – und aus Recht bloß noch ein flexibles Dekor
Warum der Westen lieber die Ordnung zerstört, als seinen Führungsanspruch zu relativieren
Während in Florida über den Ukraine-Frieden verhandelt wird, stolpert Amerika über Epsteins Fotoalben – und nennt das alles weiterhin „wertebasierte Ordnung“
Vom diplomatischen Dauerlauf zum lamentierenden Zuschauer: warum Deutschlands Stolz auf multilateralistische Moraltheater genauso leer wirkt wie die Machtpolitik, die ihm jetzt in den Rücken fällt
In Ostprignitz-Ruppin heißt Fürsorge: Bußgeldbescheid im Briefkasten, Kontrolle auf offener Straße und Repression im Namen der Ordnung – soziale Probleme bleiben außen vor, Hauptsache, die Verwaltung wirkt beschäftigt