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Politik

Sarkasmus-Spiegel
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Sarkasmus
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Während irgendwo zwischen Washington und Teheran ein „Waffenstillstand“ verhandelt wird, verhandelt man in Deutschland nur noch eines: wie man steigende Preise möglichst elegant als Naturgesetz verkauft
Während Lars Klingbeil und Katherina Reiche öffentlich streiten, ob man die Bevölkerung noch raffinierter zur Kasse bittet, zeigt Friedrich Merz sich „befremdet“ – vermutlich über die Lautstärke, nicht über den Inhalt
Kanzler Friedrich Merz ist „befremdet“, Ministerin Katherina Reiche poltert, die SPD empört sich – und der Bürger darf derweil an der Zapfsäule den Eintrittspreis für dieses politische Improvisationstheater bezahlen
Zwischen Weltuntergangsprophetie, politischer Dramaturgie und Zapfsäulenrealität entsteht ein System, in dem Unsicherheit nicht bekämpft, sondern verwertet wird
Von Ungarn bis Ostprignitz-Ruppin: Wenn Ergebnisse stören, wird eben die Wirklichkeit angepasst
Wie man mit Null-Prozent-Steuern den Kühlschrank beruhigt – und mit Milliarden fürs Militär die Kasse sprengt
Wie man aus Bürgern wieder Verfügungsmasse macht – leise, sauber, und selbstverständlich „nur zur Planung“
10 Prozent weniger Flüge – und 100 Prozent mehr Realität: Europas Wohlstandsillusion kollidiert mit der Geopolitik, die man sonst nur aus dem Fernsehen kannte
Während die Bedrohungslage aus Vermutungen besteht, wird die Aufrüstung zur Gewissheit – und der Realitätsverlust zur Staatsräson
Wenn fast alle dagegen sind, aber niemand schuld sein will: Willkommen im politischen Paralleluniversum der Verantwortungsdiffusion

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