Zwischen Regierungserklärung und Talkshow entsteht eine politische Realität, in der Haltung wichtiger ist als Handlung – und Doppelmoral zur tragenden Säule deutscher Außenpolitik avanciert
Zwischen Kapital, Politik und Erzählhunger: Warum die Welt ohne „Marionetten“ anscheinend nicht mehr erklärbar ist – und was dabei systematisch unter den Tisch fällt
Wenn Kontrolle zur Kooperation wird, Kritik zur Störung erklärt und Journalismus nur noch als dekoratives Beiwerk dient, dann nennt man das hierzulande Fortschritt – oder eben Platz 14
Während man im einen Fall mit erhobenem Zeigefinger Moral predigt, zählt man im anderen Fall Leichen wie Buchungsposten – Hauptsache, die eigene Erzählung bleibt sauber, auch wenn die Realität längst blutig durch die PR tropft
Wie man den Zweiten Weltkrieg rückwirkend „korrigiert“, um die Gegenwart bequemer zu gestalten – und warum Gedächtnis heute politischer in Deutschland ist als jede Wahl
Unser Chefredakteuer, Herr Martin, sagt in unserem Arbeitskreis immer mal wieder, dass Kriege heute nicht mehr erklärt, sondern organisiert werden – in Schichten, Märkten und Narrativen
Wenn die deutsche „Trümmertruppe“ den 1. Mai begeht, dann nicht als Ehrentag der Beschäftigten, sondern als Abschiedsfeier für das, was davon noch übrig ist
Wenn der Bundeskanzler Friedrich Merz, den deutschen Niedergang moderiert – und ihn anschließend als mutige Ehrlichkeit feiert
Mehr Steuern für den Bürger in Deutschland und weniger Richtung: Die große Kunst, ein Land gleichzeitig zu führen und zu verlieren
Erst enteignen, dann sanktionieren, schließlich staunen: Wenn Energiepolitik zur Realsatire in Deutschland wird und der Zapfhahn die Außenpolitik erklärt