Wie Kriegsrhetorik zur politischen Normalität wurde – und warum Diplomatie heute offenbar als Charakterschwäche gilt
Während Kiew brennt, der Iran verhandelt, Europa außen vor bleibt und Millionen Menschen mit Angstbildern gefüttert werden, sitzt Deutschlands politische Aristokratie geschniegelt im Studio und diskutiert den möglichen Atomkrieg wie andere über die Wetterlage am Wochenende
Während Europas Eliten wieder atomare Muskelspiele üben, erklärt Moskau nüchtern die Regeln des Überlebens – und die NATO spielt weiter „Dr. Seltsam“ mit EU-Fördermitteln
Zwischen Weltuntergangsprophetie, politischer Dramaturgie und Zapfsäulenrealität entsteht ein System, in dem Unsicherheit nicht bekämpft, sondern verwertet wird
Wenn Nuklearanlagen zum Ziel werden und niemand mehr weiß, wer eigentlich gerade „deeskaliert“
Während in Deutschland die angeblich marode „russische Schattenflotte“ als ökologische Apokalypse beschwört, verwandeln sich explodierende Tanker im Mittelmeer plötzlich in klimafreundliche Kollateralschäden der Wertegemeinschaft
Wenn die Hüter der Weltordnung Verträge zerreißen, dürfen sich die Kleinen endlich auch eine Apokalypse im Eigenheim leisten
Warum Öl in der Wasseroberfläche plötzlich moralisch gefärbt ist, und wie die Wertegemeinschaft ihren Naturschutz reflexartig deaktiviert, sobald die richtigen Täter am Joystick sitzen
Das Weltwirtschaftsforum warnt: Krieg, Klimawandel und Desinformation bedrohen die Welt. Endlich, nach nur einem Jahrhundert auf dem Planeten, ist auch den Global Playern aufgefallen, dass Realität existiert – allerdings erst nach einem teuren Bericht, Kaviarfrühstück und drei Tagen in Davos