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Peter Martin

Sarkasmus-Spiegel
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Sarkasmus
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Freundschaftlich, offen, sachlich: Wenn zwei Präsidenten die Welt ordnen und der Rest staunend Protokolle liest
Solidarität mit Aufschlag: Wenn Hilfe zur Steuerprüfung wird und Krieg zur fiskalischen Gelegenheit mutiert
Flucht statt Abstimmung, Zwang statt Zustimmung: Die neue Regierungsform heißt Durchhalten ohne Mandat
90 Milliarden gegen Tugend: Wenn Skandale plötzlich nützlich werden und Souveränität zur verhandelbaren Größe schrumpft
Erst enteignen, dann sanktionieren, schließlich staunen: Wenn Energiepolitik zur Realsatire in Deutschland wird und der Zapfhahn die Außenpolitik erklärt
Keine Waffen, nur Kriegszubehör – wenn Sprachkosmetik zur Unternehmensstrategie wird und der Frieden serienmäßig ausläuft
Wale werden befreit, Menschen verwaltet – und wer sich als Sheriff inszeniert, kassiert am Ende beim Hofstaat
Man verhandelt mit dem Iran über nukleare Enthaltsamkeit – und probt parallel den europäischen Atomschlag. Willkommen im Zeitalter der strategischen Schizophrenie
Wenn alte Bündnisse wackeln, bastelt man sich eben neue – mit denselben Akteuren, denselben Interessen und einer noch größeren Portion Selbstüberschätzung
Wie man einen Kredit vergibt, den niemand zurückzahlt, mit Geld, das niemand hat, für Waffen, die alle brauchen – und das Ganze dann „Hilfe“ nennt

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