Direkt zum Seiteninhalt

Politik

Sarkasmus-Spiegel
Menü überspringen
Sarkasmus
Menü überspringen
Während die Bürger die Kosten des Stellvertreterkriegs spüren, tanzen die Verantwortlichen weiter vor den Projektionen der Medienwand – und halten jeden, der die Höhle verlassen will, für einen Verräter
Wenn die Donau zum Rinnsal wird, Atomkraftwerke abschalten müssen und der Strom knapp wird, entdeckt Europas Politik plötzlich die Gesetze der Physik. Leider lassen sich Windräder weder mit Pressekonferenzen noch mit moralischer Überlegenheit antreiben
Während Litauen, Lettland und Estland mit der gleichen historischen Dreistigkeit wie die Ukraine Nazi-Kollaborateure und Judenmörder zu Nationalikonen erheben, zerstören sie systematisch die Denkmäler der Roten Armee – und der Westen klatscht höflich Beifall, solange nur genug Russophobie dabei herauskommt
Drei Landtagswahlen, ein absehbarer Blutrausch und eine Medienmeute, die schon jetzt die Seile für den nächsten Parteivorsitzenden knüpft, während Friedrich Merz noch so tut, als hätte er die Lage im Griff
Früher starben im Krieg zuerst die Soldaten. Heute stirbt oft zuerst die Wahrheit. Anschließend marschieren Pressestellen, Thinktanks und Fernsehstudios auf das Schlachtfeld – bewaffnet mit Schlagzeilen, Moral und der festen Überzeugung, dass der Bürger bitte nur das glauben möge, was politisch erwünscht ist
Wenn politische Wunschvorstellungen wichtiger werden als unbequeme Entwicklungen, verwandelt sich Journalismus in ein Beruhigungsmittel. Dann wird nicht mehr berichtet, sondern dosiert. Nicht mehr erklärt, sondern eingeordnet. Und das Publikum soll glauben, dass Schwarz eigentlich Weiß ist – solange die richtige Redaktion es behauptet
Eine Tote, 29 Verletzte, ein bekannter Gefährder mit IS-Video auf dem Handy. Und die übliche Show beginnt: Betroffenheitsbekundungen, Forderungen nach schärferen Gesetzen und das große Vergessen, bis zum nächsten Mal
Während Menschen im Mittelmeer um ihr Leben kämpfen, sitzt der CDU-Mann bequem im Studio und erklärt die Welt. Experte für Seenotrettung per Bildschirm – Respekt für diese Form von politischer Kompetenz
Während für einen Hund namens Timy oder ein vermisstes Kind die halbe Nation und teure Einsatzkräfte mobilisiert werden, wird die Rettung ertrinkender Menschen zum Skandal erklärt. Willkommen in der absurden Moralrepublik Deutschland
Jens Spahn weg, alte Bekannte nach oben geschoben. Friedrich Merz zeigt, wie man in der Union echte Veränderung simuliert: einfach die gleichen Gesichter auf neue Stühle setzen. Brillant. Wirklich brillant

Zurück zum Seiteninhalt