Wenn Geopolitik, Wunschdenken und Speicherstand sich zur Winterkomödie vereinen
Putin sucht Verhandlungspartner, Europa sucht Haltung, Deutschland sucht billiges Gas – und irgendwo dazwischen sucht die Außenpolitik ihren verloren gegangenen Kompass
Nachdem man jahrelang erklärt hat, Pipelines seien politisch toxisch, stellt man nun überrascht fest: Gas auf schwimmenden Tankern ist erstaunlich verwundbar, wenn irgendwo Krieg ausbricht
Wie die EU jahrelang gegen eine Pipeline kämpft – und jetzt frierend vor der Rechnung steht
Wie Brüssel, Berlin und ihre geopolitischen Genies den eigenen Heizkessel sprengen und sich anschließend über die Explosion wundern
Wie man laut verkündet, nie wieder russisches Gas zu kaufen – und gleichzeitig hofft, dass der Lieferant bis 2027 bitte noch durchhält
Wenn Gas knapp wird – und Vernunft offenbar schon vorher
Während die Gasspeicher leerlaufen, die USA den Hahn zudrehen und Brüssel russisches Gas verbieten will, erklärt die Politik die Mangellage zur Desinformation und wartet auf das Wunder im Februar
Heizen ist heute keine banale Alltagshandlung mehr – es ist ein Bekenntnis, ein Statement, ein moralischer Lackmustest. Wer in Deutschland im Winter die Heizung aufdreht, stellt sich automatisch in ein Lager. Gas? Fossiles Verbrechen!